Thymian
  ( Thymus vulgaris )
Familie der Lippenblütler
Weitere Namen
Feldkümmel, echter Thymian, Gartenthymian, Chölm, Demut, Kunerle, spanisches Kutelkraut, Zimmeslein, Zimmis
Verwendet werden:
Blätter und Blüten

Pflanzenbeschreibung
Der Echte Thymian, ein bis zu 50 cm hoch wachsender Zwergstrauch mit verholzenden Zweigen, wird häufig in der
Küche als Gewürz verwendet.
Je nach Standort und Rasse der Pflanze gibt es verschiedene Typen, die sich in der Zusammensetzung ihres
wertbestimmenden Anteils, dem ätherischen Öl stark voneinander unterscheiden können.
Medizinisch verwendet werden die von den Stängeln abgestreiften Blätter und Blüten des Echten Thymians
und des Spanischen Thymians (Thymus zygis L.), wobei für die nach dem Arzneibuch geprüfte Ware ein
Mindestgehalt von 1,2 % an ätherischem Öl und 0.5% an Phenolen berechnet als Thymol vorgeschrieben sind.
Die Pflanze ist in Mittel- und Südeuropa, in den Balkanländern und im Kaukasus beheimatet.





Wirkung und Anwendung
Innerlich

* Thymian hilft bei:
- Erkrankungen der Bronchien
- Keuchhusten
- Lungenverschleimung
- krampfartigen Schmerzen der Menstruation
- Magenverschleimung
- Magenbrennen
- Leberbeschwerden
- Bleichsucht
- Nervenschwäche
- chronischem Magenkatarrh
- Durchfällen
- Harnfluß
- Nierenleiden
- Blasenkatarrh

* feuchter Schleim der Lunge wird getrocknet und kann abgehustet werden


Äußerlich

* Auf Spiritus angesetzt erhält man ein Mittel gegen:
- Rheuma
- erfrorene Glieder
- allgemeine Nervenschwäche.

* Der Tee zum spülen bei Zahnfleisch und Mundschleimhautentzündung

* Kräuterkissen:
- bei neuralgischen Gesichtsschmerzen, Verkrampfungen.

* Das Öl zum einreiben bei:

- Rheuma
- Verstauchungen
- Schwellungen
- Schlaganfällen
- Multipler Sklerose
- Gliederschmerzen
- Verrenkungen

* Thymiansaft mit Essig vermischt als Auflage gegen Blutergüsse unter der Haut



Teezubereitung und Dosierung
Ein Teelöfel getrocknetes Thymiankraut wird mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergossen,
abgedeckt und nach 10 Minuten abgeseiht.
Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken.
Hinweis !
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Lippenblütengewächsen!
Personen mit bekannter Birkenpollen oder Sellerieallergie sollten ebenfalls Thymianzubereitungen meiden.

Bei länger als einer Woche andauernder oder immer wieder auftretenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden!

Schwangerschaft und Stillzeit:
Da die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Thymianzubereitungen während
Schwangerschaft und Stillzeit noch nicht untersucht sind,
sollten solche Präparate nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.


Inhaltsstoffe
1– 2,5 % ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Triterpene,



Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte

Bei Erkältungen wird der Tee vor den Mahlzeiten genommen.

Als Badezusatz nimmt man 250 g.

Der Dampf ist auch zum inhalieren geeignet.

Thymian- Tinktur :
Blüten werden in eine Flasche gefüllt und mit 40 % igem Kornaufgegossen.
14 Tage in der Sonne ziehen lassen und abgießen.

Thymian-Öl :
Hier werden die Blüten mit einem guten Öl ( kaltgepreßtes Olivenöl ) übergossen und auch 14 Tage
in der Sonne stehen gelassen.

Thymian - Sirup :
Immer eine Schicht Blüten und Stengel und eine Schicht Rohzuckerin ein Glas geben.
Man soll die Blüten mit feuchten Händen anfassen,damit die Mischung nicht zu trocken wird.
Alles zusammen bleibt 3 Wochen stehen und wäscht dann die Blüten und Stengel in wenigWasser aus.
Die Flüssigkeit wird jetzt zu einem Sirup verkocht.
Dieser Sirup darf nicht zu dünn und nicht zu dick sein, am Besten ist es, wenn man die Flüssigkeit 2x aufkocht und überprüft.

Geschichte der Pflanze
Um einen Ort, oder die Wohnung, zu reinigen kann man Thymian verräuchern.
Eine Stelle an der wilder Thymian wächst ist ein besonderer Kraftplatz, ein Energiezentrum.
Verschiedene Arten werden bereits in der Antike genannt.
Im 12. Jahrhundert wurde Thymian von der heiligen Hildegard von Bingen erwähnt. Im 17. – 18.

Jahrhundert wurde Thymian, neben der Arzneiwirkung, als Würzpflanze Angebaut und fand
auch Verwendung bei der Wurstherstellung.