Stiefmütterchen
( Viola tricolor )
Familie der Veilchengewächse
Weitere Namen
Dreifaltigkeitskraut, Freisamkraut, Tag- und Nachtblümlein, Feldveilchen, Muttergottesschuh, Ackerviole,
Denkblümchen, Jesusblümchen, Jelängerjelieber, Stiefkindle. Wildes Stiefmütterchen, Ackerstiefmütterchen,
Drei Farbenes Veilchen.
Verwendet werden:
Blätter, Blüten und Wurzeln

Pflanzenbeschreibung
Das Wilde Stiefmütterchen ist eine aufrechte, bis zu 30 cm hoch wachsende, ein- bis zweijährige Pflanze,
die in zahlreichen Formen vorkommt.
Die gestielten, 1 bis 2 cm großen Blüten sind entweder ganz gelb, gelb mit violett gefärbten oberen
Blütenblättern oder dreifarbig, wobei die oberen meist violett, die unteren gelb-weiß gefärbt sind.

Medizinisch verwendet werden die während der Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile des Wilden
Stiefmütterchens und des ähnlich aussehenden, aber häufiger anzutreffenden Ackerstiefmütterchens (Viola arvensis),
während das Gartenstiefmütterchen (Viola wittrockiana) nicht geeignet ist.

Die Pflanze ist in Asien und Europa beheimatet.
Importiert wird die Droge aus Holland.




Wirkung und Anwendung
Innerlich

* Stiefmütterchentee wirkt:
- harntreibend
- schweißtreibend
- stoffwechselfördernd
- entzündungshemmend

* gegen:
-Gelbsucht
- Arterienverkalkung
- Verkalkung der Harnorgane
- Bettnässen
- Erschöpfungszustände
- Nierenschwäche

 

Äußerlich
* Als Umschlag oder Auflage bei:
- Milchschorf der Kleinkinder
- Hautjucken
- Hauterkrankungen
- chronischen Ekzemen
- Hautentzündungen
- Krätze
- Geschwüren
Teezubereitung und Dosierung
2 Teel. auf 150 ml kochendes Wasser
6-7 Min. ziehen lassen
2 Tassen Pro Tag
Hinweis !
Gesunde Menschen sollten den Tee nicht über längere Zeit trinken,
da es zu Hautausschlägen, Skrofeln und übelriechender Harnausscheidung führen kann.
Inhaltsstoffe
Salizylsäure, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Karotinoide, Pflanzensäuren, Kumarine, etwas Saponine

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
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Geschichte der Pflanze
Die Heilwirkung der Pflanze wird erst im 16. Jahrhundert erwähnt.
Als Anwendungsgebiete werden krampfartige Zustände kleiner Kinder, gegen Milchschorf der Kinder,
bei Lungenkrankheiten und Keuchhusten, als Blutreinigungsmittel bei Hauterkrankungen aber auch als
schweißtreibendes, wundheilendes Mittel.