Pfefferminze
( Mentha x piperita )
Familie der Lippenblütler
Weitere Namen
Katzenkraut, Peperminte, englische Minze, Balsam, Edelminze, Aderminze
Verwendet werden:
Blätter

Pflanzenbeschreibung
Die Pfefferminze wird 50 cm bis 90 cm hoch, der meist kahle Stängel ist häufig violett unterlaufen
und die Blätter duften beim Zerreiben charakteristisch nach Menthol.
Die Pfefferminze ist ein Mischling aus verschiedenen Minzarten und besteht aus mehreren Unterarten.
Pfefferminzöle werden vorwiegend aus in Japan und Brasilien kultivierter Mentha arvensis var. glabrata gewonnen.

Die Pfefferminze ist in Europa und Nordamerika weit verbreitet und meist kultiviert.
Hauptimportländer sind Bayern und Thüringen.
Weitere wichtige Länder für den Drogenimport sind derzeit Spanien, Griechenland und Bulgarien.




Wirkung und Anwendung
Innerlich

* Pfefferminztee eignet sich zur Behandlung von:
- krampfartigen Beschwerden im Magen- und Darmbereich
- Blähungen
- Leibschmerzen
- Völlegefühl
- Durchfall
- Übelkeit und Erbrechen
- Herzklopfen

* Kreislaufanregend, daher anzuwenden bei:

- Kreislaufschwäche
- Herzmuskelschwäche
- Störungen der Herztätigkeit- wenn sie vom Magen- Darm- Kanal herrühren

* Ebenfalls hat sich die Pflanze bei entzündlichen Leber- und Galleerkrankungen als hilfreich erwiesen


* zu gleichen Teilen mit Baldrian vermischt bei:

- nervösen Störungen
- Schlaflosigkeit

* Stärkt den Magen und führt Schleim aus




Äußerlich


* Pfefferminzöl auch zur Behandlung von Kopfschmerzen und Erkältungskrankheiten

* Umschläge mit Pfefferminztee haben einen kühlenden Effekt bei Rheuma und Gicht

* Bäder und Kompressen bei:
- unreiner Haut und Schuppen (erfrischend und desinfizierend)

Teezubereitung und Dosierung
1 - 2 Teelöffel Pfefferminzblätter werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen,
abgedeckt und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht.
3 bis 4 mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken.
Für medizinische Zwecke sollte nur Tee verwendet werden, der dem Arzneibuch entspricht.
Hinweis !
Pfefferminze ist zum Dauergebrauch, als Haustee nicht geeignet - VERGIFTUNGEN !

Personen mit Gallensteinerkrankungen sollten vor der Anwendung ihren Arzt befragen.
Durch die Förderung der Gallensekretion können Koliken ausgelöst werden.

Bei Nierenentzündung ist eine Anwendung nicht ratsam, die Anwendung kann zentrale Erregungs- und Reizerscheinungen
im Magen-Darm- Kanal sowie den Nieren hervorrufen.

Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte man keine Pfefferminze anwenden, da es zu
Erstickungsanfällen kommen kann. Hier ist eine Mischung aus Fenchel- und Kamillentee besser geeignet.
Inhaltsstoffe
0,5 - 3 % ätherisches Öl, bestehend aus mehr als 130 Komponenten. Gerbstoffe, Triterpene, Flavonoide.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
Anwendung in der Aromatherapie :
Die Pflanze kann sehr gut für die Herstellung von Kräuterkissen verwendet werden. Hat einen beruhigenden Effekt
und eine positive Wirkung bei Lungenproblemen und Asthma.

Kräuterpotpourris mit Pfefferminze:
Meditationsmischung Gemischt werden Pfefferminzblätter, Lavendelblüten, Hopfenblüten, Melissen - und Rosenblüten.
Geschichte der Pflanze
In Japan ist die Minze schon seit über 2000 Jahren in Gebrauch.
Die Maya verwendeten den Tee um Wehen zu verstärken. Um Erkältungen der oberen Atemwege zu lindern
stopften sich einige Indianervölker das Kraut in die Nase. Bei der heute gebräuchlichen Pfefferminze handelt
es sich um eine Kreuzung zwischen Bachminze ( Mentha aquatica ) und der Ährenminze ( Mentha spicata ),
diese Kreuzung ist im 17 Jahrhundert in England entstanden.
Die erste Erwähnung fand durch den Botaniker John Ray ( 1628 - 1705 ) statt. Von England aus verbreitete
sich die Pfefferminze weiter, in Deutschland kam sie unter dem Namen "Englische Minze" zur Anwendung.
Um 1825 war sie bereits häufig in den Gärten anzutreffen.