Passionsblume
fleischfarbige
( Passiflorae incarnata )
Familie der Passionsblumengewächse
Weitere Namen
fleischfarbene Passionsblume
Verwendet werden:
Ganze Pflanze und Blüten

Pflanzenbeschreibung
Die Passionsblume ist ein kletternder, bis zu 10 m hoch wachsender Strauch mit wechselständigen,
gestielten, dreilappigen Blättern.
In den Blattachseln entspringen Nebenblätter und korkenzieherartige Ranken.
Ebenfalls aus einer Blattachsel entspringt ein 8 cm langer Blütenstiel, der eine große, zwittrige Blüte trägt.
Das Aussehen der Blüte erinnerte europäische Missionare in Südamerika an die Leiden Christi am Kreuz,
was für den Namen der Pflanze (von passion = Leiden und flora = Blume) ausschlaggebend sein sollte.
Die Frucht ist eine essbare Beere mit vielen Kernen. Im Obsthandel kommen allerdings die größeren Früchte
anderer Züchtungen auf den Markt.
Medizinisch verwendet wird das getrocknete Kraut blütentragender Triebe.

Die Heimat der Passionsblume ist Mittel-, Nord- und Süd-amerika.
Eingeführt wird die Droge aus Indien und den USA.




Wirkung und Anwendung
Innerlich

* Traditionsgemäß werden Zubereitungen vor allem in Kombination mit anderen Pflanzenextrakten
zur Behandlung von nervösen Unruhezuständen und Einschlafstörungen verwendet

* ausserdem bei:

- Schlaflosigkeit
- Parkinsonscher Krankheit
- Epilepsie und anderen anfallsartig auftretenden Erkrankungen
- Hysterie
- nervösen Beschwerden
- nervöse Unruhezuständen



Äußerlich
uninteressant
Teezubereitung und Dosierung
Ein Teelöffel Passionsblumenkraut werden mit ca. 150 ml
siedendem Wasser übergossen und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht.
2 bis 3 mal täglich und eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken.
Hinweis !
Bei länger als eine Woche anhaltenden oder immer wieder kehrenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Inhaltsstoffe
geringe Mengen Harmanalkaloide, Flavonoide, Kumarine, wenig ätherisches Öl, Zucker, Glykoproteine
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
***
Geschichte der Pflanze
Die Pflanze bringt auch im Haus Frieden und Beruhigung, wenn sie über die Türschwelle gestreut wird.
Als Räuchermittel fördert die Pflanze Verständnis.
Die Pflanze gelangte erst Ende des 16 Jahrhunderts in die Gärten, sie wird in den Kräuterbüchern dieser Zeit
lediglich als Zierpflanze genannt.