Mädesüß
( Filipendula ulmaria )
Familie der Rosengewächse
Weitere Namen
Spierkraut, echtes Mädesüß, Baller, Bienenkraut, Bocksbart, Branntweinblume, Immenkraut, St. Johanniswedel,
Julikraut, Krampfkraut, Matelief, Maidwiß, Medkraut, Muckström, Riedkraut, Rodstengel, Sahne, Schwulstkraut,
Weidsichkraut, Wiesenkönigin, Wurmkraut
Verwendet werden:
Blüten

Pflanzenbeschreibung
Die 0,5 bis 1,5 m hoch wachsende, mehrjährige Pflanze findet sich auf feuchten Wiesen, in Sumpfgebieten und an Ufern
von Gewässern in Mitteleuropa, Nordamerika und Nordasien.
Im Sommer bilden die zahlreichen gelblichweißen Blüten lockere Dolden, die an Zuckerwatte erinnern.
Medizinisch verwendet werden die Blüten, aber auch das zur Blütezeit gesammelte Kraut.

Die Heimat des Mädesüß ist in den feuchten Auwäldern und Streuwiesen bzw. Sumpfgebieten Europas, von Sibirien bis Kleinasien.
In Nordamerika, Polen, der Mongolei, Jugoslawien und Bulgarien wird die Droge hauptsächlich kultiviert bzw. importiert.




Wirkung und Anwendung
Innerlich

* Innerlich als Tee werden Mädesüßblüten angewendet bei:
- Erkältungserkrankungen
- gegen Durchfall bei Kleinkindern
- Depressionen
- verdorbenem Magen
- Infektionen der Atmungsorgane
- Gicht und Arthritis

* sie wirken:
- schweißtreibend
- harntreibend

 

Äußerlich
* als Pflaster und Umschlag auf Brüche und Zerreißungen gelegt
Teezubereitung und Dosierung
2 Teel. werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseiht.
Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee möglichst heiß trinken.
Hinweis !
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Salicylate!
Nicht anwenden bei Asthmatikern!
Nicht anwenden bei Säuglingen und Kleinkindern!
Nicht anwenden während Schwangerschaft und Stillzeit!
Bei Anwendung in höheren Dosen oder über längere Zeit können aufgrund des Salicylatgehaltes
Magen- und Darmbeschwerden auftreten.
Inhaltsstoffe
ätherische Öle, Flavonoide, Phenolglycoside, Gerbstoffe, Schleim, Salicylate
Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
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Geschichte der Pflanze
Mädesüß zählte bei den Druiden zu den heiligsten Kräutern.
Die Pflanze wird wahrscheinlich schon seit der Antike verwendet, genaue Aufzeichnungen lassen sich aber nicht finden.
Als Anwendungsgebiete werden Frauenleiden, Krämpfe, Blutungen, Durchfälle, Eingeweidewürmer,
Gicht, Pest und Klauenkrankheiten des Viehs genannt.