| Johanniskraut |
( Hypericum perforatum )
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| Familie der Johanniskrautgewächse | ||
| Weitere Namen | ||
| Hexenkraut, unser Frau Bettstroh, Waldhopf, wilder Magram,
Färberkraut, Frauen- gliester, Unserer Lieben Frau Gras, Sonnwendkraut, Blutkraut, Löcherkraut, Jägerteufel, Johannisblut, Tüpfelhartheu, Tüpfeljohanniskraut, Jägerteufel, Jesuswundenkraut, Blutkraut, Johannisblut. Alfblut, Elfenblut, St. Johannisblut, Mannskraft, Teufelsflucht, wild Gartheil. |
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Verwendet werden:
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Blüten und Blätter
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Pflanzenbeschreibung
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Die in ganz Europa heimische Pflanze wird bis zu 100
cm hoch und wächst auf trockenen Böden. Ihr Name weist darauf hin, dass die Pflanze um den Johanni (24.6.) herum blüht. Beim Zerreiben der strahlend gelben Blüten, wird ein rotes Öl abgesondert. Die länglich ovalen Blätter erscheinen durchlöchert (perforiert). Wildvorkommen in Europa und dem westlichen Asien. Die Droge wird aus ost- und südosteuropäischen Ländern importiert.
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Wirkung und Anwendung
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| Innerlich | ||
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* Das Johanniskraut wird schon seit 2000 Jahren arzneilich verwendet
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| Äußerlich | ||
| * Das durch Ausziehen der Blüten mit Oliven- oder
Sonnenblumenöl gewonnene Rotöl wird verwendet bei: - Wunden - leichten Verbrennungen - Hautentzündungen - stumpfen Verletzungen - Verrenkungen - Zerrungen - Schwellungen - Gicht und Rheuma - Hexenschuß - Blutergüssen - Sportverletzungen - rauher Gesichtshaut * Als Mittel gegen schwer heilende Wunden. * Die Blätter uns Samen können zerquetscht und auf Brandwunden aufgelegt werden. |
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Teezubereitung und Dosierung
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2 Teelöffel Johanniskraut mit 150 ml kochendem
Wasser übergießen, nach 10 Minuten abseihen.
Regelmäßig 1 bis 2 Tassen morgens und abends frisch bereiteten Tee trinken. |
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| Hinweis ! | ||
| Bei empfindlichen , hellhäutigen Personen kann
es ,durch Sonnenlicht , zu Hautreaktionen kommen. Diese äußern sich in sonnenbrandartigen Entzündungen der Hautpartien. Es sollte in der Anwendungszeit auch keine Höhensonne oder ähnliches verwendet werden. Neuere Untersuchungen ergaben den Hinweis, dass hochdosierte Johanniskrautextrakte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auslösen können, die z.T. erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Daher sollten Personen, die bereits andere Medikamente einnehmen, vor der Anwendung entsprechender Johanniskrautpräparate ihren Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen. Ebenso sollten Patienten, die Johanniskraut-präparate einnehmen, ihren Arzt über diese Medikation informieren, wenn sie andere Arzneimittel verordnet bekommen. Einzelne Berichte deuten darauf hin, dass Johanniskraut-präparate
bei Frauen Zwischenblutungen auslösen können. |
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Inhaltsstoffe |
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Hyperizin ( rot fluoreszierender Farbstoff ), etwas ätherisches
Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Hyperforin |
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Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
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Johanniskrautöl : Tinktur : |
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Geschichte der Pflanze |
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In den unterschiedlichsten Ländern und Heilkundebüchern
wird dieses Kraut genannt, immer mit der gleichen wertvollen Einschätzung. Allein der Geruch des Kraute reicht aus um böse Geister zu verjagen. Man kann damit die unguten Kräfte vom Hause fernhalten. Genannt wird Johanniskraut schon auf den babylonischen Tontafeln. Wird zu Beschwörungsritualen gegen dämonische Kräfte verwendet. Das Kraut soll die Kraft der Sommersonnenwende in sich tragen, was allerdings von den christlichen Religionen bestritten wird. Soll vor Gespenstern und Unwettern schützen. Ein norwegischer Brauch im Mittelalter verlangte, das einem jungen Mädchen in der Mittsommernacht ein Bund Johanniskraut unter das Kissen gelegt wurde, dieser sollte ermöglichen, das das Mädchen im Traum ihren zukünftigen Liebhaber sehen soll. Als Pflanze im sogenanntem Kräuterwisch soll die Pflanze, zur Wintersonnenwende oder im Winter verbrannt, den Kontakt zu höheren Wesen ermöglichen. Die Pflanze besaß im Mittelalter große Bedeutung als Heilmittel, es wurde gegen die unterschiedlichsten Krankheiten eingesetzt. Auch Sonnwendkraut genannt, gehört in den Kreis der Johanniskräuter die am 24. Juni in voller Blüte stehen und über besondere Heil- und Abwehrkräfte verfügen. Voraussetzung ist, man sammelt sie wenn der Morgentau noch auf den Blättern ruht, denn auch dieser Johannistau gilt schon als heilkräftig. Die Germanen schmückten zum Fest der Sommersonnenwende Altäre, Gottesbilder und Opfertiere mit Johanniskraut. Den roten Saft der Pflanze sieht man als Alfblut (Elfenblut) an mit dem man Wunder vollbringen kann. Das Sonnwendkraut ist - wie kaum ein anderes Kraut - ein starkes Abwehrmittel gegen den Teufel und andere bösen Geister, Hexen und Dämonen. |
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