Johannisbeere
schwarze
( Ribes nigrum )
Familie der Stachelbeergewächse
Weitere Namen
Ahlbeee, Albesing, Alpenbeere, Bocksbeere, Gichtbeere, Schwerzeitbeere, Stinkbaum, Wanzenbaum, Wendelbeere,
Albeere, Adebarkaßbeerenbusch, Alantsbesing, Brännebeere, Gichtbäumchen, schwarze Hausträubchen, Johannisträublein,
Jungfraubaum, Jungfraustrauch, Kakelbeere, schwarze Meertrübli, Olmeren, Salbeere, Soltebeere, Stinkstrauch,
Wendelbeere, Wanzenbeere, schwarze Zeitbeere
Verwendet werden:
Blätter ( NICHT der Stengel)

Pflanzenbeschreibung
Die Schwarze Johannisbeere ist ein etwa 2 m hoher, sommergrüner Strauch mit 3–5 lappigen Blättern.
Die grünlichweißen Blüten sitzen in hängenden Trauben und bilden blauschwarze, kugelige Früchte.
Die Beeren und auch der Strauch riechen eigenartig.
Die Pflanze ist in Mittel- und Osteuropa, Australien und Kanada beheimatet.
Importiert wird die Droge hauptsächlich aus Polen, Rumänien und Ungarn.



Wirkung und Anwendung
Innerlich


* ein Tee aus den jungen Blättern und Schossen hilft bei:

- Arterienverkalkung
- Migräne
- krampfhaften Hustenanfällen
- sogar bei schwierigen Grieß- und Blasenleiden älterer Menschen
- Gicht und Rheuma
- Keuch - und Krampfhuste
- Halsweh
- Heiserkeit
- geschwollene Mandeln

* Die frischen, zerriebenen Blätter werden zur Behandlung von Insektenstichen verwendet.

* Blätter der Schwarzen Johannisbeere sind Bestandteil verschiedener Haustees

* Zubereitungen aus den Beeren sind als Saft, Marmelade, Bonbons oder andere Süßwaren erhältlich.


Äußerlich
* Der Blätterabsud hilft bei der Wundbehandlung eine Entzündung zu verhüten.
Teezubereitung und Dosierung
1-2 Teel. auf 125 ml kochendes Wasser
5-7 Min. zugedeckt ziehen lassen
3-4 Tassen pro Tag
Hinweis !
Tee aus den Blättern der Schwarzen Johannisbeere:
Nicht anwenden bei Ödemen, die durch eine eingeschränkte Nieren- oder Herztätigkeit bedingt sind. Erkrankungen dieser
Ursache bedürfen der Behandlung durch den Arzt!

Ansonsten sind keine Risiken oder Nebenwirkungen bekannt.

Inhaltsstoffe
Gerbstoffe, Pflanzensäuren, Vitamin C, etwas ätherische Öle, Zucker

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
Magenlikör :

Schwarze, reife Beeren zerquetschen
( zur Erhöhung der Wirkung kann man einige Pfefferminzblätter hinzugeben), dieses füllt man in eine Flasche und läßt es 8 Tage
( am besten in der Sonne ) stehen.
Dann abgießen, die Flüssigkeit dann kühl aufbewahren.
( Bei Schlaflosigkeit auch zu empfehlen )

Johannisbeerwein :

Auf 3 kg. ausgepreßte Beeren kommen 2 kg. Zucker, der in 2 Litern Wasser aufgelöst wurde,
jetzt wird alles zusammen in ein sauberes , nicht metallenes Gefäß, gegeben und man würzt mit 1 Handvoll Zimt ( je nach Geschmack )
und einigen Pfefferminzblättern.
Nach der Gärung ( etwa nach 2 - 3 Wochen ) wird abgegossen, abgeseiht und der Wein wieder in die Flasche zurückgefüllt.
Man sollte nur überreife Beeren verwenden, um ein Sauerwerden des Weines zu verhindern.
Geschichte der Pflanze
Die Pflanze wurde bereits im 16. Jahrhundert als Gartenpflanze eingeführt, größere Bedeutung erlangte sie aber erst im 19. Jahrhundert.
Der aus der schwarzen Johannisbeere hergestellte Sirup wurde gegen Keuchhusten und Brustkatarrh eingesetzt.
Der Leibarzt Elßholz berichtete 1663 das die Landleute die Beeren in heißen Wein geben und die Flüssigkeit dann gegen Steinleiden tranken.