Huflattich
( Tussillago farfara )
Familie der Korbblütler
Weitere Namen
Quirinskraut, Roßhuf, Brandlattich, Bauchblüten, Brustblüten, Brustlattig, Heilblatt, Teeblüml, Lehmblüml,
Berglatschen, Brandlattich, Brustlattich, Hufblatt, Hoflörrich, Hoikenblad, Hofkenblad, Hufelnblätter, Bachblümli,
Berglätsche, Fohlenfuß, Handblümli, weiße Labassen, Labaschen, Ladderblätter, Laui Blümli, Lehmblümli, Lotjen,
Märzblume, Nerlandsblätter, Ohmblätter, Papenmütz, Pulsterblätter, Rosshub, Sammetblakte, Sandblakte,
Sandblümli, Schlipfblümli, Sommertürle, Teeblümli, Werschlabeschen, Zeitösle, Zeitrösli
Verwendet werden:
Blätter

Pflanzenbeschreibung
Die 10 cm bis 30 cm hoch wachsende Pflanze mit ihren gelben, an einen Strohhut erinnernden Blüten, kommt in ganz Europa vor.
Wegen ihres Gehaltes an leberschädigenden und kanzerogenen Inhaltsstoffen, ist die Pflanze in Misskredit geraten.
Es sollte keinesfalls die Wildpflanze verwendet werden, sondern auf Fertigpräparate, die einen minimalen Gehalt der
schädlichen Substanzen aufweisen, zurückgegriffen werden bzw. auf andere Arzneimittel zurückgegriffen werden.
Aus reinem Wildwuchs gesammelt in Italien, dem Balkan und osteuropäischen Ländern.





Wirkung und Anwendung
Innerlich
* Huflattichblätter bei:
- Husten
- Heiserkeit
- Katarrhen
- Brustfellentzündung

* Huflattichdämpfe können angewandt werden bei : chronischer Bronchitis und Atemnot

*** Die Blüten, das Kraut und die Wurzel sollten wegen des Gehaltes an leberschädigenden
und ev. Kanzerogenen Inhaltsstoffen nicht verwendet werden.
Auch Huflattichblätter werden wegen der toxischen Inhaltstoffe kaum mehr verwendet.
In Österreich und Dänemark sind sie sogar ganz verboten.
Äußerlich

* Der Blätterbrei kann aufgelegt werden bei:
- Gewebeverletzungen
- Schleimbeutelentzündungen
- Lungenentzündung
- Venenentzündungen
- Wundbehandlung
- Insektenstichen

* Bei geschwollenen Füßen kann man am Abend ein Fußbad mit dem Absud machen

* Tee kann äußerlich als Waschwasser gegen wunde und gerötete Hautstellen verwendet werden.

Teezubereitung und Dosierung
2 Teel. auf 150 ml kochendes Wasser
5 Min. ziehen lassen
2 Tassen pro Tag
Hinweis !
Über Hinweis gibt es zur Zeit verschiedene Hinweise, man sollte aber bei der Dosierung vorsichtig sein.
Eine Anwendung schadet über kurze Zeit sicher nicht, allerdings soll die Anwendung nicht über 2 Wochen hinausgehen.

Nicht während Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden!
Nicht bei Säuglingen und Kindern anwenden!


Laut EU - Arzneimittelrecht soll Huflattich wegen erwiesener krebserregender Wirkung nicht länger als 4-6 Wochen
pro Jahr angewendet werden !


Inhaltsstoffe
ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Pflanzensäuren, Prollizindinalkaloide

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte

Fußbäder :
1 gut gehäufte Handvoll werden mit der entsprechenden Menge Wasser gebrüht.
Geschichte der Pflanze
Die Pflanze wird dazu benutzt, Liebe hervorzurufen und Frieden zu verbreiten.
Bereits Dioskurides und Plinius erwähnten die Heilkraft der Pflanze.
Im Mittelalter ist die Verwendung durch Hildegard von Bingen belegt.
Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhundert beschreiben die Pflanze als Arznei gegen viele Lungenerkrankungen.