| Holunder |
( Sambucus nigra )
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| Familie der Geißblattgewächse | ||
| Weitere Namen | ||
| Flieder, Holder, Holler, Altholder, Bachholder, Schiebekenstrauch,
Alhorn, Eller, Ellhorn, Pisseke, Fliederbusch, Holderbusch, Hollerbusch, Holderstock, Holer, Haler, Flidder, Flier, Fledder, Fleeder, Keilken, Kelken, Kisseke, Quebeke, Schiebeke, Schibeke, Schebeke, Schirbeke, Schetschke, Schotschke, Hitschel, Zibke |
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Verwendet werden:
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Blüten und reife Früchte
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Pflanzenbeschreibung
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Der Holunder ist ein flach wurzelnder, bis zu 7 m hoher
Baum. Seine gelblich-weißen Blüten besitzen einen charakteristischen Geruch und schmecken schleimig-süß. Die getrockneten Blüten sind bei uns als Fliedertee bekannt. Die reifen schwarzen Beeren schmecken süß-säuerlich und sind nur nach ausreichendem Erhitzen genießbar. Der Holunder ist in Europa, Nordafrika sowie in West- und Mittelasien beheimatet. Importiert wird die Droge hauptsächlich aus Portugal, Ungarn, Polen und Rußland.
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Wirkung und Anwendung
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| Innerlich | ||
| * Die Blüten bei: - Erkältungskrankheiten - als schweißtreibendes Mittel - Fieber - Grippe - Bronchitis - Husten - beginnender Lungenentzündung * Die Beeren als Holundersaft bei: - Erkältungskrankheiten und Fieber - Ischias - Nervenentzündungen - Kreislaufstörungen - getrocknete Beeren wirken stopfend * (Holunderwein bei Darmkoliken, Blutreinigung, Kreislaufstörungen) |
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| Äußerlich | ||
| * Blattauflagen bei müden Augen und Bindehautentzündung.
* Gegen Hautunreinheiten und grossporiger Haut als Gesichtsdampfbad |
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Teebereitung und Dosierung :
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2 Teelöffel Holunderblüten werden mit 150
ml siedendem Wasser übergossen und nach 5 Min. abgeseiht.
Täglich 1 bis 2 Tassen frisch bereiteten Teeaufguss möglichst heiß trinken. |
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| Hinweis ! | ||
| Holunderbeeren sind im rohen Zustand giftig, man muß sie vor der Verwendung immer aufkochen. | ||
Inhaltsstoffe |
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bis 0,2 % ätherisches Öl mit hohem Fettsäureanteil, bis 1,8
% Flavonoide - viel Rutosid, Pflanzensäuren, Triterpensäuren, Schleimstoffe und Gerbsäure. |
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Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
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Mit einem Absud von Blättern und Zweigen lassen sich
Maulwürfe und Schädlinge aus dem Garten entfernen,
einfach die Maulwurfshügel mit diesem Sud durchweichen. Holundersaft aus den gekochten Beeren gegen Husten und Heiserkeit. Hoher Vitamin C Gehalt. |
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Geschichte der Pflanze |
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Der Sage nach soll eine Baumnymphe, die Holundermutter,
im Holunderbusch wohnen und jeden verwünschen, der ihn fällt. Wer in der Mittsommernacht unter einem Holunderbusch schläft, wird den Elfenkönig mit seinem Gefolge vorbeiziehen sehen. Zum Segnen von Orten, Gegenständen oder Personen streut man Holunderblüten, Blätter oder Beeren darüber. Im früheren Jahrhunderten durfte der Holunderbusch an keinem Bauernhause fehlen, wenn er mutwillig beschädigt wurde, galt das als persönliche Beleidigung. Geschichtlich ist über den Holunder auch vieles bekannt, frühgeschichtliche Funde aus der Bronzezeit zeigen, das die Pflanze bereits Anwendung fand. Sehr frühzeitlich wurde die Pflanze auch schon medizinisch genutzt. Die antiken Schriftsteller beschreiben den Holunder als abführend und harntreibend, als Mittel gegen Wassersucht, Erkältungen, Schlangenbisse, Entzündungen, Geschwülste. In den medizinischen Schriften des Mittelalters wurde er bereits sehr ausführlich besprochen. Geschichtliche lässt sich erkennen, das der Holunderbusch der Göttin Holler geweiht ist, diese ist aus Märchen und Geschichten als "Frau Holle" bekannt. |
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