Hirtentäschel
( Capsella bursa-pastoris )
Familie der Kreuzblütengewächse
Weitere Namen
Bauernsenf, Beutelschneiderkraut, Blutkraut, Gänsekresse, Geldbeutel, Täschenkraut, Schinkensteel,
Kochlöffel, Herzkreitsche, Hellerkraut, Himmelmutterbrot
Verwendet werden:
Kraut

Pflanzenbeschreibung
Die bis zu 40 cm hoch wachsende Pflanze kommt überall als Unkraut vor.
Sie blüht fast das ganze Jahr über und trägt somit gleichzeitig Blüten und Früchte. Die Blüten sind klein und weiß,
die Früchte kleine, flache Schötchen. Medizinisch verwendet werden die zum Ende der Blütezeit gesammelten
oberirdischen Pflanzenteile.
Das Ursprungsland der Pflanze ist Europa. Mittlerweile wird sie jedoch weltweit angebaut.
Die Droge wird hauptsächlich aus Rußland, Bulgarien, Polen und Ungarn importiert.




Wirkung und Anwendung
Innerlich
* Hirtentäschel wird innerlich verwendet bei:
- starken Monats-blutungen und Zwischenblutungen
Äußerlich
* Zur Blutstillung von Nasenbluten und oberflächlichen Wunden
Teezubereitung und Dosierung

Tee:

1 bis 2 Teelöffel Hirtentäschelkraut werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 15 Minuten abgeseiht.
Zwei bis vier mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken.

Äußerliche Anwendung:

Es wird ein Teeaufguss mit 3 bis 4 Teelöffel Droge auf 150 ml Wasser hergestellt.
Eine sterile Kompresse wird mit dem frisch bereiteten Aufguss getränkt und auf die Wunde aufgelegt.

Hinweis !
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen bekannt.
Bei anhaltenden Blutungen sollte ein Arzt aufgesucht werden!

Inhaltsstoffe
Flavonoide, Kaliusalze, Alkaloide, Gerbstoff, Cholin

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
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Geschichte der Pflanze