Hagebutte
( Rosa canina)
Familie der Rosengewächse
Weitere Namen
Hundsrose, Heckenrose, Hetschepetschen, Buttelrose, Buttlenstrauch, Dornröschen, Frauenrose, Häglidorn,
Hagbuttenstrauch, Hagenbutte, Hagenbutze, Hagrose, Hainbutten, Hambutten, Heideröslein, Hiefalter, Hiefen,
Hiffen, Hundsdorn, Egeltieren, Jenpkerdorn, Judendorn, Kippendorn, Lausbusch, Mariendorn, Rosendorn, Weichhagen,
Weicheldorn, Weichdorn, Wipken.
Verwendet werden:
Früchte

Pflanzenbeschreibung
Die Heckenrose ist ein bis zu 5m hoch wachsender Strauch mit rosafarbenen Blüten.
Charakteristisch sind die nach dem Verblühen nach unten geschlagenen Kelchblätter.
Verwendet werden die Scheinfrüchte mit oder ohne Kerne.

Die Heckenrose ist in Europa, Nordafrika und Vorder- und Mittelasien beheimatet.
Die Droge wird aus Rußland, Polen Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Chile und China importiert.





Wirkung und Anwendung
Innerlich

* Die Scheinfrüchte sind reich an Vitamin C und werden daher zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten
und Stärkung der Abwehrkräfte angewandt.

* Bei Nieren- und Steinleiden als heilendes und schmerzlinderndes Mittel.

* Gegen Fieber bei Kindern.

* Da keine Nebenwirkungen bekannt sind, eignet sich die Hagebutte jedoch zur Bereitung von
wohlschmeckenden Früchtetees

Äußerlich
uninteressant
Teezubereitung und Dosierung
1-2 Teelöffel zerkleinerte Hagebutten werden mit ca. 250 ml heißem Wasser übergossen und nach 10 bis 15 Minuten abgeseiht.
Der Tee sollte immer frisch zubereitet werden.
Hagebuttentee eignet sich sehr gut als Erfrischungsgetränk.
Hinweis !
keine bekannt
Inhaltsstoffe
Fruchtsäuren, Vitamin C, Pektine, wenig Gerbstoffe, Zucker, rote und gelbe Farbstoffe, etwas ätherische Öle.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte

Tinktur :
1 Handvoll Früchte auf ¾ Liter Branntwein.
Diese Mischung läßt man 14 Tage in der Wärme stehen und seiht dann ab.
Sirup aus den Blütenblättern erhält man, wenn man Blütenblätter mit dem doppelten Gewicht Zucker auffüllt, mit heißem
Wasser aufgießt und unter rühren auf eine kleine Menge reduziert. Die Flüssigkeit abseihen und mit Honig mischen.
Geschichte der Pflanze
Die Rose ist eine Pflanze der Liebe.

Hagrose, Heckenrose, Hundsrose und Essigrose sind nur einige der Bezeichnungen für die bis zu vier Meter hohen Sträucher
am Wegesrand, die uns im Frühsommer mit ihren weißrosa Blüten und im Herbst mit den scharlachroten, zwei bis drei Zentimeter langen Hagebutten erfreuen.
Viele Märchen und Legenden erzählen von Geschehnissen rund um Rosenbüsche und ihr dichtes Dornengestrüpp
(Dornröschen, Die Schöne und das Biest, ...) Man sagt, daß Rosen an Stellen wachsen, an denen einst ein heiliger Hain,
eine Opfer- oder Grabstätte war. Verwendet werden die Rosenblüten und -blätter, sowie die reifen Hagebutten.
Im Volksbrauchtum zeigt sich ihr Schutzcharakter: für jedes Tier im Stall wird ein Rosenzweig ans Stallfenster genagelt -
das soll das Vieh vor Krankheit und anderem Schaden bewahren.

Auch im Liebeszauber wird die Rose gern verwendet: Ein Reif mit durchbohrten und wie Perlen aufgezogenen Hagebutten
kann begehrenswert machen, wenn man ihn am Hals oder um den Knöchel trägt.
Rosenwasser wird als Aphrodisiakum verwendet; man besprengt die Bettücher damit bzw. mischt es ins heiße Badewasser.
Rosenknospen in Rot werden beim Heranziehen von leidenschaftlicher Liebe
(Knospen in Rosa oder Weiß für romantische bzw. treue Liebe) eingesetzt.
Rosenknospen und -blütenblätter werden aber auch zur Steigerung der medialen Kraft verwendet
(vor allem als Tee), und um Gesundheit, Schutz und Glück herbeizuzaubern.

Die Hagebutten enthalten sehr viel Vitamin C, sowie das Provitamin A und sind ein ausgezeichnetes Stärkungsmittel
für schwächliche Kinder, stillende Mütter und Rekonvaleszenten.
Hagebuttenkerne wirken harntreibend und werden bei Blasen- und Nierensteinen, bei Wassersucht und als
Blutreinigungsmittel empfohlen.
Geschichtlich belegt wird die Pflanze seit dem frühem Mittelalter genutzt.
Vor allem aus den Hagebutten wurde das Mus gegen Leber - und Lungenleiden, zur Blutreinigung, gegen Nasenbluten,
Nierensteine, Durchfälle, Ruhr, Erbrechen, verdorbenen Magen, Blutspeien und übermäßige Monatsblutung genutzt.