Gänsefingerkraut
( Potentilla anserina )
Familie der Rosengewächse
Weitere Namen
Fingerkraut, Silberblatt, Gänserich, Butterblume, Gänsegarbe, Gänseblümchen, Gänseblume, Gräns, Gränsel,
Grenserich, Grensing, Grensich, Kammkraut, Kränzchenkraut, Krampfkraut, Mauchenkraut, Silberblatt, Silberkraut, Tönkraut
Verwendet werden:
das Kraut

Pflanzenbeschreibung
Das Gänsefingerkraut ist eine niedrige, kriechende Pflanze mit gefiederten, dunkelgrünen Blättern, die auf der Unterseite
silbrig behaart sind. Im Sommer bildet sie an langen Stielen goldgelbe Blüten. Medizinisch verwendet werden die
zur Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Pflanzenteile.

Die Droge findet man in den meist kälteren Regionen der nördlichen Welt-Halbkugel.



Wirkung und Anwendung
Innerlich

* Das Gänsefingerkraut wird verwendet bei:
- unspezifischen Durchfallerkrankungen
- bei Entzündungen des Rachenraumes und des Zahnfleisches
- Krampfzuständen
- Magenkatarrh
- infektiösen Durchfallerkrankungen
- Hustenkrämpfen
- Herzbeklemmung
- Unterleibskrämpfen in Zusammenhang mit zu starker Periode

* bei innerlicher und äußerer Anwendung entzündungshemmend

Äußerlich
* Für Bäder bei:
- Schwellungen und Entzündungen der Haut.
Teezubereitung und Dosierung
1 Teelöffel getrocknetes Gänsefingerkraut werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen
und nach 10 Minuten abgeseiht.
Bei leichten Durchfallerkrank-ungen drei mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken
oder bei Entzündungen des Mund- und Rachenraums den abgekühlten Tee zum Gurgeln verwenden.
Hinweis !
Bei Durchfällen, die länger als 3 Tage anhalten oder mit stärkeren Beschwerden einhergehen, ist ein Arzt aufzusuchen.
Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern sollten generell vom Kinderarzt behandelt werden!
Beschwerden bei Reizmagen können verstärkt werden.

Inhaltsstoffe
Gerbstoffe, Flavonoide, einige Stoffe unbekannter Struktur

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
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Geschichte der Pflanze
Wurde erstmals durch Hildegard von Bingen als Heilpflanze beschrieben. Die Kräuterbücher des 17. Jahrhunderts
beschreiben die Pflanze als blutstillendes Mittel, auch gynäkologische Wirkung wird beschrieben.
Äußerliche Anwendungen werden bei Zahnweh, Hüftweh, geschwollenen Füßen, Gliederschmerzen und Nierensteinen genannt.