Eisenkraut
 ( Verbena officinalis )
Familie der Eisenkrautgewächse
Weitere Namen
Mönchskappe, blauer Sturmhut, Teufelswurz, Isenkraut, Junoträne, Venusader, Träne der Isis, geweihtes Kraut ,
Wunschkraut, echtes Eisenkraut, Eisenhart, Eisenreich, Eisenbart, Eisenherz, Eisenhendrik, Eisewig, Isenhart,
Isern, Hendrek, Reichhart, Stahlkraut, Taubenkraut.
Verwendet werden:
Blätter

Pflanzenbeschreibung
Das Eisenkraut ist eine ein- bis mehrjährige, bis zu 75 cm hoch wachsende Pflanze mit einem aufrechten,
oberwärts verzweigten Stängel.
Die kleinen, blasslila gefärbten sitzen in dünnen, lockeren Ähren.
Verwendet werden die während der Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Pflanzenteile.
Unter "Verbenenkraut" wird das Kraut einer anderen Pflanze, Lippia citriodora,
das vor allem in Frankreich als Lebensmittel Verwendung findet, verstanden.
Das Eisenkraut findet man auf der ganzen Erde.
Eingeführt wird die Droge hauptsächlich von Wildsammlungen aus Südosteuropa.




Wirkung und Anwendung
Innerlich

* Das Eisenkraut soll laut Volksmedizin helfen bei:
- allgemeinen Schwächezuständen
- als Anregungsmittel bei Nervenleiden
- Müdigkeit
- nervöser Depression
- Abgespanntheit
- Schlaflosigkeit
- Zur anregung des Stoffwechsels und des Appetits
- Keuchhusten
- Kopfschmerzen

 

Äußerlich
* eine Breipackung wird verwendet bei:
- Erkrankungen der Ohren
- Rheuma und Wunden

* In Essig gekocht und als Umschlag verwendet soll gegen Migräne, rheumatische Schmerzen und Seitenstechen helfen.
Teebereitung und Dosierung :
1 Teel. auf 125 ml kochendes Wasser
5-7 Min. zugedeckt ziehen lassen.

Als Appetitanreger 30 Minuten vor dem Essen trinken.
Hinweis !
Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!
Inhaltsstoffe
Glycoside Verbenalin, Hastatosid, Verbenin, Gerbstoffe, Bitterstoffe, etwas ätherisches Öl.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
Aus einem Kräuterbuch

Siedet man eine Handvoll ( der Blätter ) in Weißwein, trinkt davon nüchtern und des Abends,
beseitigt man damit die Verstopfung der Leber, der Milz, entfernt Gelbsucht und treibt den Harn aus.
Man kann dieses Rezept auch anwenden, wenn man den Wein zum gleichen Teil mit Wasser mischt.
Geschichte der Pflanze
Gilt als heilige Reinigungspflanze und wird in der Mittsommernacht oder bei Aufgang des Sirius gesammelt,
wenn weder Mond noch Sonne am Himmel stehen. Priester und Priesterinnen der Römer verwendeten die
Pflanze zum abfegen der Altäre. Im Kräuterbüchern lässt sich Folgendes finden :
Die Blätter gepulvert zu 4 g mit Weihrauch und altem Wein vermischt und 40 Tage hintereinander getrunken heilt von der Gelbsucht.
Im 16. und 17. Jahrhundert als Haupt - und Wundkraut genannt.