Birke
( Betula pendula)
Familie der Birkengewächse
Weitere Namen
Maye , Pfingstmaye, Sandbirke , gemeine Birke , Hängebirke, Weißbirke
Verwendet werden:
Blätter

Pflanzenbeschreibung
Die Birkenarten sind bis zu 30 m hohe Bäume, die durch ihre weißgemusterte Rinde auffallen.
Medizinisch verwendet werden die Blätter, die meist im Frühjahr gesammelt werden.

Die Birke ist in gemäßigten Teilen Asiens heimisch. Importiert wird die Droge aus Rußland, China und Polen.



Wirkung und Anwendung
Innerlich
* Birkenblätter werden zur Durchspülungstherapie als harntreibendes Mittel verwendet
- bei Entzündungen der Nieren und der ableitenden Harnwege
- Entzündungen der harnleitenden Organe
- Harngrieß
- Zur Vorbeugung von Harnsteinen
- Wassersucht

* Die enthaltenen Flavonoide bewirken eine vermehrte Wasser- und Salzausscheidung.
Wichtig ist daher, dass auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet wird.
Die frischen Blätter sind auch reich an Vitamin C.


* Zur Unterstützung von rheumatischen Beschwerden. Gicht.


Äußerlich

* Zum waschen der Haare
Birkenblätterextrakthaltige Haarwässer sollen bei Haarausfall und Schuppenbildung helfen.

- durchblutungsfördernd
- zusammenziehend
- desifizierend

* gegen fettige Haut

 

Teezubereitung und Dosierung

1 Teelöffel Birkenblätter werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach etwa 15 Minuten abgeseiht.
3 - 4 mal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken.
Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten (mindestens 2 Liter/Tag).
Hinweis !
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Es sollte aber darauf geachtet werden, dass während der Behandlung ausreichend Flüssigkeit
(keine coffeinhaltigen oder alkoholischen Getränke) zugeführt wird.

Birkenblätter sind nicht wirksam bei durch Herz- oder Nierenerkrankungen hervorgerufenen Ödemen!
Diese Beschwerden bedürfen einer Behandlung durch den Arzt.


Inhaltsstoffe
Flavonoide, etwas ätherisches Öl, wenig Gerbstoffe, Pflanzensäuren mit Askorbinsäureanteil, Harze

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
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Geschichte der Pflanze
Mit Sicherheit läßt sich die Verwendung der Birke als Heilpflanze bis ins Mittelalter zurückverfolgen, wahrscheinlich
wurde die Birke aber schon weit früher als Heilpflanze verwendet.
Die Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhunderts empfahlen die Birke und den Birkensaft gegen Gelbsucht,
Hautunreinheiten, Nieren- und Blasensteine, als Mittel gegen innere Erkrankungen, auch als Mundwasser fand Birkensaft Anwendung.