Augentrost
 ( Euphrasia rostkoviana )
Familie der Braunwurzegewächse
Weitere Namen
Milchdieb , Spöttlich, Hirnkraut, Zahnwehkräutl, Augendienst, Ausgenblust, Gibinix, Ausgenzieger, Ausgenblümli,
Heideln, Heinzele, Hirnkraut, Hungerblümli, weiße Leuchte, Milchschelm, Milchtötteln, weißes Ruhrkraut, Tageleuchte, Ziegerkraut
Verwendet werden:
die Blätter

Pflanzenbeschreibung
Die einjährige, bis zu 30 cm hoch wachsende Wiesenpflanze besitzt ovale, gegenständig sitzende, grasgrüne Blätter.
Die weißen Blüten sind häufig violett geadert und haben auf den unteren Blütenblättern einen gelben Fleck.
Der Augentrost ist in ganz Europa anzutreffen. Importiert wird die Droge aus südosteuropäischen Ländern



Wirkung und Anwendung
Innerlich


* Stärkt die Abwehrkräfte --- vorallem bei Kindern
gegen:
- Husten und Heiserkeit
- Kopfschmerzen


* Bei Anfälligkeit für Erkältungen, Schnupfen, geschwollene Halsdrüsen

* Gegen Magenbeschwerden und Gelbsucht.




Äußerlich

* In der Kosmetik
- wirkt enzündungshemmend und stärkend auf die Haut

 

Teezubereitung und Dosierung
1-2 Teelöffel auf 125ml kochendes Wasser. Zugedeckt ziehen lassen
es können 2-3 Tassen pro Tag gerunken werden.
Süßen mit Honig bei Erkältungsbeschwerden.
Hinweis !
Der Tee wird als leicht giftig eingestuft.
Auch sollten Augenwaschungen mit dem Tee nicht erfolgen, da die Gefahr für die Augen durch Schwebeteilchen doch recht hoch ist. Augenerkrankungen gehören in die Hand des Arztes.
Inhaltsstoffe
Iridoidgycoside z.B. Euprhosid und Aukubin, Gerbstoffe, Bitterstoffe und ätherisches Öl

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
***
Aus hygienischen Gründen ist von einer Anwendung selbst hergestellter Augenbäder dringend abzuraten!
Geschichte der Pflanze
Aus Kräuterbüchern Augentrost ist ein Hauptmittel für blöde und dunkle Augen.
Antike Autoren beschrieben das Kraut nicht.
Erst in den Kräuterbüchern des 16 Jahrhunderts wird die Pflanze genannt.
Dort galt sie als Augenheilmittel, zur Stärkung des Gedächtnisses und als Mittel gegen Gelbsucht.