| Anis |
( Pimpinella anisum ) |
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| Familie der Doldengewächse | ||
| Weitere Namen | ||
| Süßer Kümmel, Kleiner Anis, Enis, Enes, Einis, Jenes, römischer Fenchel | ||
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Verwendet werden: |
Die Früchte |
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Pflanzenbeschreibung |
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Der Anis ist eine 30 bis 50 cm hochwachsende, einjährige
Pflanze und besitzt einen süßlichen Geschmack und einen charakteristischen
Geruch.
Medizinisch verwendet werden die getrockneten Früchte, aber auch
in der Lebensmittel- und Likörindustrie
wird der Anis zur Aromatisierung verwendet. Das Kraut verbreitet einen
angenehmen Duft.
Die Heimat der Droge vermutet man im Nahen Osten. Der Anbau findet heute vor allem in Südeuropa, der Türkei, China, Indien, Mittelasien, Mittel- und Südamerika sowie in Japan statt.
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Wirkung und Anwendung |
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| Innerlich | ||
| * Anistee wirkt auf den Verdauungsapparat - appetitanregend - magenwärmend - bei krampfartigen Magenkoliken - gegen Blähungen - Magenschwäche - Das Anisöl reinigt, stärkt den Magen * Bei Erkrankungen der Luftwege - Katarrhe der Luftwege und Bronchien - Husten - Lungenerkrankungen - schleimlösend - beruhigend * Hilft gegen Schlaflosigkeit, Hysterie, nervösen Störungen, nervöse Spannungszuständen |
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Äußerlich |
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* Nicht äußerlich anwenden! Anisöl enthält Bergapten, das in Verbindung mit Sonnenlicht
zu Dermatosen führen kann. |
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Teezubereitung und Dosierung |
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Ein halber Teelöffel (etwa 1.5 g) getrocknete Anisfrüchte werden
kurz vor der Teebreitung zerstoßen
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| Hinweis ! | ||
| Nicht anwenden bei bekannter Empfindlichkeit
gegenüber Anis, Anethol oder anderer Doldengewächse (Gewürz-, Beifuß-, Sellerie-, Karottenallergie)! Anis kann gelegentlich zu allergischen Reaktionen der Haut und des Magen-Darm-Traktes führen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht in höheren Dosen anwenden! Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus dem Anethol Verbindungen bilden, die östrogenartige Wirkungen entfalten. Bei akuten Beschwerden, die über eine Woche anhalten oder immer wieder auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das ätherische Öl nicht unverdünnt einnehmen! Auch geringe Mengen können Erbrechen, Übelkeit, Krampfanfälle und Lungenödem hervorrufen. |
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Inhaltsstoffe |
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| 5 6 % ätherisches Öl ( 80 90 % ig aus Trans Anethol ), weitere Bestandteile des Öls ( Methylchavikol, Sesquiterpenkohlenwasserstoffe ), Eiweiße, Fette, Kumarine | ||
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Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte |
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Bei Schluckauf kann man auch diesen Tee anwenden. Anistinktur : |
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Geschichte der Pflanze |
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Wurde bereits zur Zeit der Ägypter und Kreter als
Gewürz verwendet. Der griechische Arzt Dioskurides beschrieb, in seiner Arznemittellehre, eine erwärmende, erleichternde, austrocknende Wirkung auf die Atemwege zu. Plinius, der römische Naturforscher, gab Anis seinem Theriak zu. Theriak war einer Mischung unterschiedlichster Substanzen, sie sollte alle Gifte besiegen. Schriften und Aufzeichnungen aus dem 16. Jahrhundert bezeugen einen Anisanbau im Elsaß zu dieser Zeit. Anisöl ist eines der ältesten bekannten Öle überhaupt. |
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