Angelika
( Angelica archangelica)
Familie der Doldengewächse
Weitere Namen
Brustwurz, Heiliggeistwurz, Zahnwurz, echte Engelwurz, große Engelwurz, Gartenangelik, Angolkenwurzel,
zahme Angelika, Brustwurzel, Argelkleinwurzel, Geistwurzel, Heiliggeistwurzel, Giftwürze, Gölk, Luftwurzel
Verwendet werden:
Wurzeln

Pflanzenbeschreibung
Die kräftige, bis zu 2,50 m hoch wachsende Staude wächst in den nördlichen Teilen Europas und Asiens.
In Mitteleuropa wurde sie erst ab dem 14. Jahrhundert bekannt. Der Sage nach wurde sie dem Menschen
von einem Engel gezeigt, was sich auch im Namen niederschlug Angelus = Engel) und galt als Heilmittel gegen Pest und bösem Zauber.
Der Engelwurz stammt aus Nordeuropa und Asien. Zu finden ist die Pflanze mittlerweile auch an der Nord- und Ostseeküste.




Wirkung und Anwendung
Innerlich

Medizinisch verwendet wird der Wurzelstock, für die Früchte oder das Kraut ist die
Wirksamkeit nicht belegt.

* In der Likörindustrie wird sie zur Herstellung von Magenbittern und Kräuterlikören verwendet.

Der Tee wirkt
gegen:
-
zu wenig Magensaft und -säure.
- Völlegefühl
- wirkt schwach krampflösend.
- Appetitlosigkeit
- Magenkrämpfe
- Blähungen

* Wirkt heilend auf die Muskeln, Darmnerven und Atmungsorgane


* Die Droge erhöht die Körpertemperatur. Verteilt Blutansammlungen im Körper

* Weiter genannt als
- schleimlösend
- blutreinigend
- schweiß- und urintreibend
- bei schwachen Magen
- schwachen Nerven
- angegriffenem Herzen
- empfindlichem Darm

* Sie wirkt auch bei Kopfschmerzen, Angstzuständen und Depressionen

Äußerlich
* Salben helfen bei Hautproblemen und rheumatischen Beschwerden


Teezubereitung und Dosierung
Ein halber Teelöffel fein geschnittener Engelwurz, ca. 1,5 g wird mit 150 ml Wasser kalt angesetzt und kurz aufgekocht oder mit siedendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseiht.
Eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten eine Tasse mäßig warmen Tee trinken.
Hinweis !
Nicht anwenden bei Magen- oder Darmgeschwüren, da die Engelwurz die Säureproduktion anregt.

Die in der Pflanze enthaltenen Furanocumarine bewirken u.a. eine verstärkte Lichtempfindlichkeit
der Haut und können zu Hautentzündungen führen (Photosensibilisierung). Während der Behandlung
auf längere Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung vermeiden!
Furanocumarine sind schlecht wasserlöslich und daher vor allem in alkoholischen Zubereitungen in höherer Konzentration enthalten.

Darf beim sammeln nicht mit dem giftigen Schierling verwechselt werden.
Es wird dringend empfohlen, Dosierungsanleitungen nicht zu überschreiten.
Inhaltsstoffe
1,3 % ätherisches Ö, zu 80 - 90 % aus Terpenkohlenwasserstoffen bestehend. Furanokumarine, Kumarine, Gerbstoff, Bitterstoffe, Sacharose, Pflanzensäuren.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte


Angelika - Likör

60g Engelwurzsamen, 8g Fenchelsamen, 8g Anissamen, 6g Koriandersamen zusammen vermörsern
und in 0,5 Liter Branntwein ansetzen.
Täglich gut durchschütteln.
Nach 8 - 10 Tagen werden 500 g Zucker in 1 bis 2 Litern Wasser aufgelöst und zum abgeseihten
Ansatz gegeben.
Anzuwenden bei Magen - und Verdauungsproblemen.

Geschichte der Pflanze
Reinigt den Boden auf den sie gestreut wird. Wird auch in rauchbaren Kräutermischungen verwendet.
Die Verwendung war besonders in den nordischen Ländern bekannt, in Mitteleuropa wird die Pflanze
seit dem 14. Jahrhundert kultiviert. Vor allem gegen Gifte und Pest war sie ein beliebtes Mittel.
Die Pflanze soll auch bei Unentschlossenheit und Zweifeln helfen können.