| Ackerschachtelhalm |
( Equisetum arvense )
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| Familie der Schaftheugewächse | ||
| Weitere Namen | ||
| Schachtelhalm, Schafheu, Katzenschwanz, Ratzenschweif, Spinnlich,
Zöpfling, Fuchsschweif, Bandwisch, Pferdeschwanz, Fegekraut, Scheuergras,
Ackerschaftheu, Katzenrocken, Katzenstert, Katzenstiel, Katzenzagel, Katzenzahl,
Negenknee, Rug, Rugen, Rugstert, Schabrausch, Schafrusch, Schaftelheu, Schaftheu, Schafstroh, Schaftelen, Scharpisch, Schnagt, Bandwisch, Fegkraut, Scheuergras, Zinngras, Zinnheu, Zinnkraut,Unnet, Unger |
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Verwendet werden:
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Die grünen Sprosse
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Pflanzenbeschreibung
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Der zu den farnartigen Gewächsen gehörende
Ackerschachtelhalm ist entwicklungsgeschichtlich eine sehr alte Pflanze.
Die Vermehrung erfolgt durch Sporen. Dazu treibt die einjährige Pflanze im Frühjahr fruchtbare, hellbraune bis rötliche Sprosse, im Sommer unfruchtbare, grüne Sprosse mit quirlig angeordneten Seitenästen. Medizinisch verwendet werden die grünen Sprossen. Wegen seines hohen Gehaltes an Kieselsäure wurde der Ackerschachtelhalm früher zum Putzen von Zinn verwendet, daher ist die Pflanze auch als Zinnkraut bekannt. An feuchten Standorten kann der Ackerschachtelhalm leicht mit dem Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) verwechselt werden, der aufgrund seines Alkaloidgehaltes als giftig gilt. Der Ackerschachtelhalm ist über ganz Europa, Asien, Nordamerika bis in die arktischen Gebiete hinein verbreitet. Die Droge wird hauptsächlich aus China importiert.
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Wirkung und Anwendung
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| Innerlich | ||
| * Wirkt kräftigend auf Magen und Darm * Wirkt beim kranken Menschen auf die Harnorgane gegen: - Blasenkrampf und Blasenschwäche - Linderung bei schmerzhaftem urinieren - Harngrieß - Steinbildung und Steinleiden - Bettnässen - Nierenentzündung - Blasen- und Nierenbeschwerden - Blasenerkältungen - Nierenbeckenentzündungen und -eiterungen. * Man erzielt eine Neutralisierung vieler giftiger Stoffe im Körper * Der Tee kann gegen brüchige Haare/Fingernägel getrunken werden und stärkt schwaches Bindegewebe |
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| Äußerlich | ||
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* Umschläge, Auflagen und Bäder ( Voll- und Sitz- , Dampf- ) mit dem
Kraut werden empfohlen bei : * Auf frische Wunden gelegt, stillt es Blutungen und heilt. Nimmt Entzündungen die Hitze. |
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Teebereitung und Dosierung:
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Tee:
2 bis 3 Teelöffel (entsprechend 2 bis 4 g getrocknetes Schachtelhalmkraut) werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen. Der Sud wird nach 10 Minuten abgeseiht. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Mittlere Tagesdosis: 2-3 Tassen Umschläge: Für Umschläge werden 10g Schachtelhalmkraut auf 1 l Wasser verwendet und wie bei der Teebereitung beschrieben zubereitet. Bäder: |
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| Hinweis ! | ||
| Nicht anwenden bei Ödemen, die auf unzureichende
Herz- oder Nierentätigkeit zurückzuführen ist! Nicht bei Kindern und Säuglingen ohne ärztlichen Rat anwenden! Innerliche Anwendung: Äußerliche Anwendung: |
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Inhaltsstoffe |
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mehr als 10 % mineralische Bestandteile, davon etwa 2/3 Kieselsäure,
Flavonoide, Spuren von Alkaloiden ( Nikotin ), Pflanzensäuren |
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Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte
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Dunstumschlag : Zinnkraut- Tinktur : |
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Geschichte der Pflanze
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Im Altertum verwendeten bereits die Griechen und Römer
Schachtelhalmarten. In Griechenland war die Pflanze unter dem Name "Hippuris" genannt und von Dioskurides beschrieben. Im 12. Jahrhundert empfahl Albertus Magnus die Pflanze als blutstillendes Mittel. In den Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts war die Anwendung von Zinnkraut als medizinische Indikation an der ersten Stelle zu finden. Durch viele Jahrhunderte hindurch wurde die Pflanze als Putzmittel für Zinngeschirr verwendet. Kneipp verwendete die Pflanze gegen Harnbeschwerden, gegen Blutungen und Bluterbrechen, Blasenkatarrh. |
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